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"fatsuit" mit Silikon herstellen
CPflesh-body Premium-Silikon im Einsatz ...

WOYZECK nach Georg Büchner
von Robert Wilson / Tom Waits / Kathleen Brennan

Badisches Staatstheater Karlsruhe / Spielzeit 2009/2010

Inszenierung: Jens-Daniel Herzog
Premiere: 08. Oktober 2009
Bühne: Mathis Neidhardt
Kostume: Sibylle Gädeke
DRamaturgie: Bettine Weiler
Musikalische Leitung: Matthias Flake

Fotos: Jochen Klenk

 

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Wir haben über die Jahe doch schon allerhand interessante und spannende Objekte gesehen, die aus CPflesh-Silikonkautschuk angefertigt worden sind. Für Anwendungen scheint es keine fachspezifischen Grenzen zu geben. Kunstobjekte, technische Teile, medizinische Modelle, Spielzeuge, ... die Bandbreite ist groß.

Die Kostümwerkstatt des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe hat in diesen Tagen eine Anwendnung durchgeführt, die wir Ihnen hier kurz mal vorstellen wollen, weil sie wirklich spannend ist.

In der aktuellen WOYZECK- Inszenierung von Jens-Daniel Herzog spielt Christian Schulz den Hauptmann. Markant an dem von ihm verkörperten Charakter ist die exorbitante Leibesfülle, die dem Betrachter selbst in dem oben gezeigten Gesamtbühnenbild sofort ins Auge springt.

Um diese Figur auf die Bühnen zu bringen, ist Christian Schulz in einen so genannten "fatsuit" gestiegen. Ein Anzug quasi, der seinem Träger die visuelle Anmutung eines schwer übergewichtigen Menschen verleiht.

 

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Bemerkenswert ist nun, dass bei der Herstellung dieses Fatsuit - üblicherweise aus elastischen Stoffen gefertigt - das CPflesh-body Silikon verwendet wurde, um den visuellen Eindruck "echter Haut" zu verstärken.

Das Silikonkonzept lieferte eine überzeugende visuelle Anmutung, da es den Eindruck echter Haut sehr glaubwürdig vermittelte. Dennoch musste das Konzept zunächst wieder aufgegeben werden, weil die körperlichen Aktivitäten des Schauspielers in diesem Fatsuit auf der Bühne ein intensives Durchschwitzen des Anzuges bis in tiefen Lagen der Füllwatte (Taillenumfang über 2 m!) hinein zur Folge haben und der Anzug nach jeder Vorstellung gründlich getrocknet werden muss um nicht zuletzt auch Schimmelbildungen zu vermeiden. Eine Prozedur, die mit textiler, luftdurchlässiger "Haut" viel leichter zu bewerkstelligen als unter dem luftdichten Abschluss einer Silikonhaut.

Anders als bei den Fatsuit-Einsätzen in oft nur Sekunden oder wenige Minuten währenden Filmszenen, wie man sie aus zahlreichen Hollywood-Produktionen kennt (z.B. Eddy Murphey´als schwer übergewichtiger Professor Sherman Klump in "der verrückte Preofessor", oder John Travolta als dralle Edna Turnblad in "Haarspray), ist der Bühneneinsatz eine völlig andere Hersausforderung. Hier werden nicht über Tage und Wochen hinweg verteilt gedrehte Filmsequenzen zusammengeschnitten, die dem Zuschauer später als zusammenhängende Handlung erscheinen. Auf der Bühne muss dem Puiblikum alles in Echtzeit geliefert werden und der Auftritt in so einem Fatsuit kann dann "endlos" lang werden. Die optimale Konstruktion des Silikon-Fatsuits für den Bühnenalltag ist hier also noch nicht erreicht und wir werden auch unsererseits die weitere Ebntwicklung des Projektes mit allen Kräften unterstützen.

 

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Wir bedanken uns bei der Pressestelle des Badischen Staatstheaters für die Überlassung und Freigabe des Bildmaterials, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Köstumwerkstatt für die interessante Idee und die Bemühungen und bei dem Fotografen Jochen Klenk für die tollen Fotos.

Edwin O. Milewski

Cybernetic
Products & Fantasy

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